
eco international
Im Jahr 2025 hat eco International seine Rolle als globaler Vertreter der Internetwirtschaft weiter gestärkt und seine Reichweite und seinen Einfluss weltweit ausgebaut. Durch einen strategischen Fokus auf virtuelle Zusammenarbeit, Politikentwicklung und internationale Partnerschaften stand der Bereich in aktivem Austausch mit Mitgliedern und Stakeholdern aus über 60 Ländern. Die Arbeit verband internationale Vertretung, politische Expertise und gezielte Kommunikationsangebote für englischsprachige Mitglieder.
Globale Initiativen und Partnerschaften
Im Jahr 2025 setzte Lars Steffen, Head of International, Digital Infrastructures & Resilience, seine Tätigkeit als Vice-President of the EuroISPA Board fort. Er folgt damit auf eco Vorstandsmitglied Oliver Süme und eco Ehrenpräsident Michael Rotert, die beide seit vielen Jahren dem EuroISPA-Vorstand angehören. Michael Rotert bleibt dem Verband als Ehren-Sprecher erhalten, während Oliver Süme weiterhin als Vorsitzender des EuroISPA Data Economy Committee tätig ist.
eco beteiligte sich zudem an den politischen Diskussionen von EuroISPA durch führende Beiträge zu den jährlichen Berichten. Auf der Grundlage des EuroISPA- Jahresberichts 2024 hob Lars Steffen die Rolle der digitalen Infrastruktur bei der Förderung von Nachhaltigkeit und Dekarbonisierung in ganz Europa hervor, während Philipp Ehmann (Leiter des Berliner Büros sowie des Teams Politik, Recht und Regulierung bei eco) das Zusammenspiel zwischen Künstlicher Intelligenz und Datenschutz sowie die Notwendigkeit beleuchtete, Innovationsspielräume im Rahmen der DSGVO zu erhalten. Im Jahresbericht 2025 skizzierte Lars Steffen eine gemeinsame Vision von eco und EuroISPA für die zukünftige europäische Konnektivitätsinfrastruktur – von Glasfasernetzen und Satellitenverbindungen bis hin zu Quanten-Netzwerken und sicherer Verschlüsselung –, während Philipp Ehmann laufende Debatten zur Reform des Datenschutzes und zur Vorratsdatenspeicherung in der EU behandelte.
Im Laufe des Jahres spielte auch Vivien Witt, Adviser International Stakeholder Management and Strategic Partnerships, eine zentrale Rolle bei der Weiterentwicklung der internationalen politischen Arbeit von eco, einschließlich der Koordination der Zusammenarbeit mit europäischen Institutionen und Partnern. Sie vertritt eco im Vorstand des European Internet Forum (EIF), wo eco weiterhin aktiv an Vorstandssitzungen und Sitzungen des Lenkungsausschusses teilnahm. In diesem Zusammenhang begann eco zudem mit der Planung einer EIF Tech Masterclass zum Thema Filtering und Blocking, die darauf abzielt, Mitarbeitende der Mitglieder des Europäischen Parlaments über unterschiedliche technische Ansätze für Filtering und Blocking sowie deren jeweilige Vor- und Nachteile zu informieren.

eco stärkte darüber hinaus seine Präsenz in Brüssel mit der Veranstaltung eco BXLtalk 2025: „AI vs. GDPR: How to ensure a future-proof GDPR enabling AI in the EU?”, die gemeinsam mit SAP ausgerichtet wurde und Vertreter:innen aus Industrie, Datenschutzbehörden und Politik zusammenbrachte, um regulatorische und innovationsbezogene Herausforderungen zu diskutieren.
Im Laufe des Jahres war eco in der internationalen Internet-Governance sehr aktiv und nahm an ICANN-Meetings sowie begleitenden Veranstaltungen teil. Vertreter:innen nahmen an ICANN82 in Seattle, ICANN83 in Prag und ICANN84 in Dublin teil. Bei diesen Treffen vertrat eco seine Mitglieder innerhalb der ISPCP sowie im GNSO Council. Über die Teilnahme an diesen wichtigen Sitzungen hinaus organisierte eco drei globale Online-Readouts (ICANN82-Readout, ICANN83-Readout, ICANN84-Readout), um Erkenntnisse mit der breiteren Community zu teilen.
eco setzte sich auch für mehr Inklusivität innerhalb des ICANN-Programms für neue gTLD ein und begrüßte die Verlängerung der Frist für das Applicant Support Program, wodurch Organisationen aus Schwellenländern an der im April 2026 startenden Bewerbungsrunde für neue gTLDs teilnehmen können. Auf der ICANN84 in Dublin tauschten sich Vertreter:innen von eco weiter mit Branchenführern über die Bedeutung verlässlicher Daten und strategischer Partnerschaften bei der Vorbereitung auf die nächste Phase der Expansion der Domainbranche aus.
Im Jahr 2025 machte die topDNS Initiative – die 2021 von der Kompetenzgruppe Names & Numbers Forum ins Leben gerufen wurde – weiterhin bedeutende Fortschritte bei der Bekämpfung von DNS-Missbrauch. In enger Zusammenarbeit mit den Kompetenzgruppen Anti-Abuse und Security sowie Partnern wie dem NetBeacon Institute und dem Internet & Jurisdiction Policy Network gewann die Initiative zusätzliche Unterstützer und Mitglieder ihres Advisory Boards.
Diese Dynamik bildete auch die Grundlage für die formelle Gründung des Internet Infrastructure Forum (IIF), das von eco und der topDNS-Initiative mitinitiiert wurde. Das IIF wurde im Februar 2025 bei seinem ersten Treffen in Amsterdam offiziell gegründet. Neue Mitglieder der Beratungsgruppe der topDNS-Initiative waren unter anderem FIRST.org und Dutch Cloud Community. Zu den Unterstützern im Jahr 2025 gehörten Cloudflare, Public Interest Registry, Verisign, IQ Global, Realtime Register, Team Internet, SWITCH und nic.at.

Im Mai 2025 veranstalteten die topDNS-Initiative und iQGlobal außerdem einen DNS-Abuse Workshop während der Nordic Domain Days in Stockholm, wie von Thomas Rickert hervorgehoben wurde. Darüber hinaus veröffentlichte ICANN im November 2025 einen neuen Leitfaden Step-by-Step Guide: Submitting DNS Abuse Complaints, der Internetnutzer:innen, Sicherheitsexpert:innen und anderen Stakeholdern helfen soll zu verstehen, wann und wie DNS-Missbrauch bei der ICANN Contractual Compliance gemeldet werden kann.
Über die globale Internet-Governance hinaus setzte die Allianz zur Stärkung digitaler Infrastrukturen in Deutschland ihr Engagement in europäischen Nachhaltigkeitsinitiativen fort. Im Jahr 2025 beteiligte sich die Allianz an wichtigen Meilensteinen des „Climate Neutral Data Centre Pact”, darunter an der Veröffentlichung von Mindestleistungsstandards und dem Übergang zu EU-verpflichtender Berichterstattung. Dieser Ansatz ermöglicht es dem Pact, fachliche Expertise und datengestützte Erkenntnisse bereitzustellen und so nachhaltige Innovationen im Rechenzentrumssektor zu unterstützen.

eco beteiligte sich auch an wichtigen europäischen Forschungs- und Innovationsinitiativen. FAME brachte führende Expert:innen aus den Bereichen Datenmanagement, Datentechnologien, Datenökonomie und digitale Finanzsysteme zusammen, um einen vertrauenswürdigen, energieeffizienten und sicheren föderierten Datenmarktplatz für Embedded Finance (EmFi) zu entwickeln. Darüber hinaus vereinte das Projekt Digital Technologies ActiNg as Gatekeepers to information flOws (TANGO), das Ende 2022 gestartet und im August 2025 abgeschlossen wurde, 36 Partner aus 14 Ländern, um eine Plattform für sicheren, interoperablen und nachhaltigen Datenaustausch über Branchen- und Ländergrenzen hinweg zu entwickeln.
Politik & Recht
Im Jahr 2025 informierte der Bereich „Politik & Recht“ des Verbands regelmäßig über aktuelle regulatorische Themen aus der Europäischen Union und Deutschland. Diese Erkenntnisse wurden regelmäßig über verschiedene Kanäle verbreitet, darunter Policy Alert, Policy Digest, den wöchentlichen View Brüsselblick, der eco European Newsletter sowie der „EuroISPA Monthly Report“. Diese sind zentrale Säulen des englischsprachigen Serviceangebots für internationale eco Mitglieder.
Im Jahr 2025 veröffentlichte die Policy-&-Law-Abteilung von eco eine umfangreiche Reihe von Positionspapieren, rechtlichen Analysen und Stellungnahmen zu Konsultationen zu zentralen europäischen und nationalen digitalpolitischen Initiativen. Dazu gehörten Themen wie KI-Regulierung, Reformen der Cybersicherheit, Data Governance, Strategien zur inneren Sicherheit, digitale Fairness und Cloud-Politik. eco beteiligte sich zudem an Diskussionen zur Bekämpfung von Online-Piraterie, zum Schutz von Minderjährigen im Rahmen des Digital Services Act (DSA) sowie zum rechtlichen Rahmen für Zugangssperren.
Die meisten dieser Beiträge wurden in englischer Sprache veröffentlicht; einzelne Publikationen erschienen zusätzlich zweisprachig auf Deutsch und Englisch. Dazu gehörten Beiträge zur Internetpolitischen Agenda 2025–2029 (einschließlich einer Bewertung der Wahlprogrammauswertung der Parteien zur Bundestagswahl), zur Gesetzesevaluierung vor neuen Sicherheitsregeln, zum Digital Omnibus, zum Digital Fairness Act, zur Data Union Strategy sowie zur EU Civil Society Strategy. eco veröffentlichte außerdem Positionspapiere zum General-Purpose AI Code of Practice, zu einer Apply AI Strategy sowie zu einem vorgeschlagenen Cloud and AI Development Act. Darüber hinaus brachte sich eco in die Überarbeitung des Cyber Security Act (CSA) sowie in die Diskussion über die Speicherung von „Retention of Data by Service Providers for Criminal Proceedings“ ein.
Weitere Beiträge befassten sich mit der Bekämpfung der Online-Piraterie von Sport- und anderen Live-Events, dem Schutz von Minderjährigen im Rahmen des Digital Services Act (DSA) sowie mit rechtlichen Regelungen zu Zugangssperren. Zusammen unterstreichen diese Veröffentlichungen ecos Rolle als vertrauenswürdige Stimme in der politischen Debatte, die sich für ausgewogene, innovationsfreundliche und praxisnahe regulatorische Rahmenbedingungen für die digitale Wirtschaft einsetzt.
Durch diese Aktivitäten festigte eco seine Rolle als verlässlicher politischer Ansprechpartner, der sich für ausgewogene, innovationsfreundliche und praktikable regulatorische Rahmenbedingungen für die digitale Wirtschaft einsetzt.
Internationale Mitglieder
Im Jahr 2025 zählte eco 343 Mitgliedsunternehmen mit Sitz außerhalb Deutschlands aus über 60 Ländern. Diese Unternehmen machten 36 Prozent der insgesamt 959 Mitglieder von eco aus. Der Großteil der Mitgliedsunternehmen verteilt sich auf die Länder der Europäischen Union und Nordamerika. Der Ausbau des englischsprachigen Serviceangebots in den vergangenen Jahren hat es mehr Mitgliedern ermöglicht, sich aktiv an der Arbeit des Verbandes zu beteiligen.
Kooperationen
Darüber hinaus setzte eco die bestehende Zusammenarbeit mit einer Vielzahl europäischer Partnerverbände fort. Auch der enge Austausch zu Positionen und aktuellen Themen mit CISPE, der Dutch and Danish Cloud Community, der Dutch and European Datacenter Association und weiteren europäischen Branchenverbänden wurde ebenfalls fortgesetzt.
Die Zusammenarbeit zwischen eco und der Internet Society im Jahr 2025 war vor allem durch die gemeinsamen Aktivitäten der Global Encryption Coalition geprägt. eco Ehrenpräsident Harald A. Summa ist weiterhin Mitglied und Co-Chair des Organization Member Advisory Council (OMAC) der Internet Society, das die Leitung der Organisation in strategischen und politischen Fragen rund um das globale Internet berät. Summa trat zudem dem Executive Board des RIPE NCC bei.
Darüber hinaus ist Lars Steffen Vice Chair in der Führung der ISPCP bei ICANN und fördert dort die Vernetzung zwischen Internet Service Providern zu Themen wie Domains und DNS.
Internationale Kommunikation
Das englischsprachige Mitgliedermagazin dotmagazine stieß auch im Jahr 2025 auf großes Interesse bei Leser:innen und Autor:innen aus dem Kreis der eco Mitglieder. Im Laufe des Jahres veröffentlichte dotmagazine 82 Artikel, die ein breites Spektrum an Themen aus der gesamten Wertschöpfungskette der Internetbranche abdeckten. Nahezu 80.000 Besucher:innen aus aller Welt griffen auf die Artikel und Interviews von dotmagazine zu.
Die regelmäßig wechselnden Themen decken alle relevanten Bereiche der Wertschöpfungskette der Internetwirtschaft ab. Interessierte Mitglieder sind herzlich eingeladen, sich unter dotmagazine@eco.de zu melden.
Newsletter, Social Media & Website
Der dotmagazine Newsletter informiert monatlich über die Aktivitäten des Verbands und stellt immer die neuesten Artikel vor. Die Zahl der Abonnent:innen konnte 2025 erneut auf jetzt rund 1.400 gesteigert werden. Außerdem gewann der englischsprachige LinkedIn-Account 260 zusätzliche Mitglieder und hat nun mehr als 2.860 Follower:innen.
Das Team von eco International setzte zudem seine Übersetzungs- und Unterstützungsarbeit für alle Verbandsbereiche fort – darunter auch für DE-CIX, CSA, die eco Beschwerdestelle, die Allianz zur Stärkung digitaler Infrastrukturen, AI IN PRACTICE, die Datacenter Expert Group, die verschiedenen eco Kompetenzgruppen sowie EuroCloud.

Im Laufe des Jahres wurden 229 Verbandsnachrichten und Interviews sowie eine Vielzahl weiterer Jahresberichte, Studien, Positionen und Dokumente übersetzt und auf international.eco.de veröffentlicht.
Im Berichtsjahr wurden die 82 Artikel für das dotmagazine in Zusammenarbeit mit Mitgliedern, Partnern und Kolleg:innen aus den verschiedenen Bereichen erstellt und veröffentlicht. Zunehmend werden auch Nachberichte von ausgewählten Webinaren erstellt und den Mitgliedern über members+ zur Verfügung gestellt. Die Unterstützer:innen der topDNS-Initiative veröffentlichen auch eine Printausgabe.
Weitere Informationen unter: