Allianz zur Stärkung digitaler Infrastrukturen in Deutschland

Bereits seit 2018 setzt sich die unter dem Dach von eco gegründete Allianz für eine Stärkung des Ökosystems digitaler Infrastrukturen in Deutschland ein. Zu einem solchen Ökosystem zählen etwa Rechenzentrumsbetreiber, Internetaustauschknoten, Colocation-Anbieter, Internet Service Provider, Carrier, Cloudanbieter, Softwarehersteller und Vertreter aus der Anwendungsindustrie.

2025 war durch die Bundestagswahl und darauffolgende Regierungsbildung ein politisch sehr bewegtes Jahr, in dem die Brancheninitiative viele ihrer Forderungen nicht nur gezielt platzieren, sondern auch umsetzen konnte. Bereits während des Wahlkampfes machte die Allianz auf ihre Forderungen an eine neue Bundesregierung und politische Agenda aufmerksam. Die Liste war lang: Sie umfasste nicht nur wettbewerbsfähige Strompreise, verbesserte Netzanschlusskapazitäten für Rechenzentren sowie deren Aufnahme in die Strompreiskompensation. Auch beschleunigte Planungs- und Genehmigungsverfahren sowie die Rückführung des Energieeffizienzgesetzes (EnEfG) auf das durch EU-Recht vorgegebene Mindestmaß gehörten dazu.

Durch einen stetigen Austausch mit Entscheidungsträger:innen auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene sowie zahlreiche politische Positionspapiere und Stellungnahmen finden sich viele dieser Forderungen im Koalitionsvertrag wieder. Dazu zählen die Stärkung des Rechenzentrum-Standortes Deutschland sowie die bereits erwähnte Aufnahme von Rechenzentren in die Strompreiskompensation und die Anpassung des EnEfG. Auf diese Erfolge konnte die Allianz auch im weiteren Dialog mit der Bundesregierung und dem neu zusammengesetzten Parlament weiter aufbauen.

Daneben boten mehrere AllianzTalks Gelegenheit dazu, sich auf offener Bühne mit Bundestagsabgeordneten und politischen Entscheidungsträger:innen auszutauschen. So war die im Koalitionsvertrag bereits angekündigte Rechenzentrumsstrategie des Bundes Topthema bei der am 4. Dezember im Quadriga Forum veranstalteten Paneldiskussion der Allianz. Zuvor hatte die Initiative bereits zum AllianzTalk nach Frankfurt am Main eingeladen, bei der unter anderem mit der hessischen Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus über die hessische Rechenzentrumsstrategie diskutiert worden war.

Weitere Aufmerksamkeit für die Bedeutung des Ökosystems digitaler Infrastrukturen generierte die im September 2025 veröffentlichte Studie „Die Internetwirtschaft in Deutschland 2025-2030: Zukunftsperspektiven für digitale Infrastrukturen“, die von eco und Arthur D. Little in Kooperation mit der Allianz, Digital Realty und NetCologne realisiert wurde. Die darin belegten Wachstumspotenziale von jährlich rund zehn Prozent bis 2030 unterstreichen ebenso die Notwendigkeit eines starken digitalen Ökosystems. Zentrale Ergebnisse daraus konnten ebenfalls im Austausch mit Bundestagsabgeordneten und Ministerien genutzt werden, um die Anliegen der Initiative zu unterstreichen.